• Netzanschluß EEG 2017
  • Netzanschluss


    Der mit der Photovoltaikanlage erzeugte Solarstrom wird bei netzgekoppelten Photovoltaikanlagen in
    das Stromnetz des Netzbetreibers eingespeist.
    Dazu ist ein Netzanschluss notwendig.

    Pflicht zum Netzanschluss laut Erneuerbare Energien Gesetz


    Laut § 5 Satz 1 EEG ist der Netzbetreiber „verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom aus
    Erneuerbaren Energien […] an der Stelle an ihr Netz anzuschließen (Verknüpfungspunkt), die im Hinblick
    auf die Spannungsebene geeignet ist, und die in der Luftlinie kürzeste Entfernung zum Standort der
    Anlage aufweist […] Bei einer oder mehreren Anlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt bis
    zu 30 Kilowatt, die sich auf einem Grundstück mit bereits bestehendem Netzanschluss befinden, gilt der
    Verknüpfungspunkt des Grundstücks mit dem Netz als günstigster Verknüpfungspunkt.“

    Technik und Kosten


    Der Netzanschluss der Photovoltaikanlage wird im Allgemeinen vom Netzbetreiber hergestellt. Allerdings
    muss die Kosten für den Netzanschluss der Betreiber der Photovoltaikanlage übernehmen. Technisch
    gesehen wird der Wechselrichter mit den Zählern gekoppelt, die wiederum mit dem
    Netzübergabepunkt verbunden verkabelt sind. Daher ist die exakte Bezeichnung für den Wechselrichter
    in der Photovoltaikanlage auch Netzeinspeisegerät. Er übernimmt auch Regelungsaufgaben und trennt
    die Photovoltaikanlage vom Netz, wenn es zu Störungen kommt.

    Beantragung des Netzanschlusses


    Den Netzanschluss der Photovoltaikanlage muss beim Netzbetreiber beantragt werden. Die
    Anlagenbetreiber können beim Energieversorgungsunternehmen erfahren, welche Unterlagen für die
    Anmeldung des Netzanschlusses notwendig sind. Zwar können sich die Anforderungen von EVU zu EVU
    unterscheiden, im Allgemeinen werden aber mindestens die Datenblätter zur Photovoltaikanlage, ein
    Lageplan, die notwendigen Konformitätserklärungen und der entsprechend ausgefüllte Antrag
    verlangt. Der Netzanschluss wird im Regelfall vom Elektroinstallateur beantragt.

    Gesetzlich festgelegte Fristen beachten


    Im EEG ist festgelegt, dass der Netzbetreiber maximal acht Wochen benötigen darf, um auf den Antrag
    zu reagieren. In dieser Frist muss die Netzverträglichkeitsprüfung durchgeführt worden sein und dem
    Anlagenbetreiber der Punkt für den Netzanschluss mitgeteilt werden. Außerdem müssen die
    entstehenden Kosten dargestellt werden. Nicht alle Netzbetreiber reizen diese Frist aus, dennoch sollten
    gerade für größere Photovoltaikanlagen die etwaigen langen Bearbeitungsfristen beachtet werden.

    Ausschreibungen zur Ermittlung der finanziellen Förderung von Solaranlagen


    Die Bundesnetzagentur führt Ausschreibungen zur Ermittlung der finanziellen Förderung von Solaranlagen
    durch.
    Ab dem 1. Januar 2017 ist die Inanspruchnahme einer Zahlung für Strom aus neu in Betrieb
    genommenen Solaranlagen ab einer Größe von 750 kWp nur noch über eine erfolgreiche Teilnahme an
    den Ausschreibungen möglich. In den Ausschreibungen wird die Höhe der Zahlungsansprüche ermittelt.


    Solaranlagen mit einer installierten Leistung von 750 kWp oder weniger sind von der
    Ausschreibungspflicht ausgenommen und können nach den Bestimmungen des EEG2017 gefördert
    werden.